Gutschrift Pendlerbonus

Entschädigung bei häufigen Zugverspätungen und Ausfällen

Für Verspätungen und Ausfälle im lokalen Bahnverkehr erhalten Fahrgäste mit Südtirol Pass oder EuregioFamilyPass jährlich eine finanzielle Vergütung als „Pendlerbonus“ gutgeschrieben, gemäß Beschluss der Südtiroler Landesregierung Nr. 1434/2017 und Nr. 476/2019. Die Gutschrift betreffend das Jahr 2018 erfolgt automatisch mit 14. Februar 2020.

Wer erhält den Pendlerbonus?

Anrecht auf maximal 50 Euro Pendlerbonus pro Jahr haben gemäß der geltenden Kriterien regelmäßig fahrende Bahnnutzer der lokalen Eisenbahnunternehmen Trenitalia und SAD. Der Pendlerbonus wird an die betreffenden Fahrgäste für jene Monate ausbezahlt, in denen mindestens 30 Bahn-Entwertungen mit Südtirol Pass oder EuregioFamilyPass aufscheinen.

Für das Jahr 2018 haben insgesamt 7.325 Personen Anspruch auf den Pendlerbonus, sie werden direkt per E-Mail oder SMS kontaktiert. Die für die Berechnung erforderlichen Daten liegen mittlerweile detailliert vor, sodass die Höhe des Pendlerbonus für jeden Fahrgast auf Monatsbasis berechnet werden konnte. Demnach erhalten insgesamt 161 Personen den Höchstbetrag von 50 Euro, rund 1.700 Personen erhalten weniger als 10 Euro, das sind vor allem jene, bei denen nur ein Monat mit mindestens 30 Bahn-Entwertungen aufscheint. Insgesamt werden fast 142.000 Euro für den Pendlerbonus für das Jahr 2018 ausbezahlt.

Wie erfolgt die Gutschrift?

Den Nutzern des Südtirol Pass / EuregioFamilyPass wird der Pendlerbonus automatisch mit 14. Februar 2020 gutgeschrieben und folgendermaßen verrechnet:

  • Prepaid-Vertrag: Bei den aufladbaren Karten wird der Pendlerbonus auf dem Benutzerkonto gutgeschrieben, also zum Restguthaben dazugerechnet.
  • Postpaid-Vertrag (SEPA-Bankeinzug): Der Betrag wird mit der nächsten Südtirol-Pass-Rechnung als Gutschrift verrechnet.

Pendlerbonus: weitere Infos

Eine finanzielle Entschädigung für Bahnfahrgäste im Falle von wiederholten Verspätungen und Zugausfällen ist in der zwischen den Eisenbahnunternehmen und der Verbraucherzentrale abgestimmten Qualitätscharta vorgesehen. Die Maßnahme beruht auf der Verordnung (EG) Nr. 1371/2007 zu den Rechten und Pflichten der Bahnfahrgäste und zielt indirekt auch darauf ab, die Qualität der Eisenbahndienste für die Nutzer zu gewährleisten und weiter zu verbessern.

Finanziert werden die Bonuszahlungen über einen Teil der in den Dienstverträgen des Landes Südtirol mit Trenitalia und SAD vorgesehenen monatlichen Vertragsstrafen für Verspätungen und Zugausfälle. Als „Verspätung“ gilt, wenn die im Fahrplan angegebene Ankunftszeit der Züge um mehr als 5 Minuten überschritten wird. Vertragsstrafen fallen dann an, wenn der prozentuelle Anteil an Verspätungen pro Monat eine bestimmte, für jede Bahnlinie festgelegte Quote um mehr als einen Prozentpunkt übersteigt.