Öffentlicher Nahverkehr: Abo-Spesen 2019 steuerlich absetzbar

Die im Jahr 2019 getätigten Ausgaben für Abonnements des öffentlichen Nahverkehrs können heuer steuerlich abgesetzt werden, die Auflistung wird den Kundinnen und Kunden online bereitgestellt.
Hinweis: Künftig ist damit zu rechnen, dass aufgrund der neuen staatlichen Bestimmungen nur mehr jene Spesen steuerlich absetzbar sind, die mit einer rückverfolgbaren Zahlungsmodalität beglichen worden sind, also mittels SEPA Direct Debit, Bankomat, Kreditkarte, online-banking usw.

Für die diesjährige Steuererklärung gilt auf jeden Fall noch folgende Regelung: Die im Jahr 2019 getätigten Spesen für Abonnements des öffentlichen Nahverkehrs können von der Einkommenssteuer (IRPEF) abgezogen werden, und zwar im Ausmaß von 19 Prozent auf einen Gesamtbetrag von maximal 250 Euro und unabhängig von der Zahlungsmodalität.

Dieser Steuerabzug gilt für die Nutzer des Südtirol Pass, des EuregioFamilyPass sowie für Südtirol Pass abo+ und Südtirol Pass 65+. Eingerechnet werden können in diesen Gesamtbetrag von 250 Euro nicht nur die jährlichen Spesen für den eigenen Südtirol Pass, sondern gegebenenfalls auch die Beträge oder Abo-Jahrespauschalen für zu Lasten lebende Familienmitglieder.

Auflistung der getätigten Spesen

Über diese Website kann jeder Inhaber eines Südtirol Pass oder eines namentlichen Abos die Auflistung seiner im Jahr 2019 getätigten Ausgaben abrufen, ausdrucken und den betreffenden Betrag dann bei der Abfassung der Steuererklärung in Abzug bringen.

Um die Auflistung abrufen zu können, sind die Steuernummer des Abo-Inhabers sowie die Nummer des betreffenden Südtirol-Pass- oder des Abo-Kärtchens bereit zu halten. Bei dieser Bestätigung handelt es sich rein um eine Auflistung der getätigten Ausgaben, die wir unseren Kunden zur Verfügung stellen. Es bleibt in der Verantwortung des Steuerpflichtigen, im Falle einer Kontrolle seitens der Finanzbehörde die entsprechende Dokumentation vorzuweisen.

Link: "Bestätigung der getätigten Ausgaben für Abonnements des öffentlichen Nahverkehrs"

Bar-Zahlungen in Zukunft nicht mehr steuerlich absetzbar

Spesen für Abonnements im öffentlichen Nahverkehr können in Zukunft nur mehr dann steuerlich abgesetzt werden, wenn sie mit einer rückverfolgbaren Zahlungsmodalität beglichen wurden, also mittels SEPA Direct Debit, Bankomat, online-banking, Kreditkarte, usw. (gemäß staatl. Haushaltsgesetz vom 27.12.2019 Nr. 160).
Das bedeutet, dass die Ausgaben für den Südtirol Pass, EuregioFamilyPass, Südtirol Pass abo+ und Südtirol Pass 65+ (Aufladungen, Jahrespauschale usw.), die ab dem 01.01.2020 in bar bezahlt werden, künftig nicht mehr von der Einkommenssteuer abgesetzt werden können.

Es liegt in der Verantwortung des Steuerpflichtigen, die Belege der rückverfolgbaren Zahlungen aufzubewahren, die für die Abfassung der Steuererklärung 2021 und im Falle einer Kontrolle von Seiten der Steuerbehörde vorzuweisen sind.

Den Inhabern eines Prepaid-Südtirol Pass (aufladbaren Südtirol Pass) wird deshalb empfohlen, die Zahlungen ab dem heurigen Jahr nicht mehr in bar zu begleichen und die entsprechenden Zahlungsbelege aufzubewahren.
Bequemer ist die Umstellung der Zahlungsmodalität auf SEPA Direct Debit, was über das Benutzerkonto oder direkt bei den ermächtigten Verkaufsstellen jederzeit möglich ist, und die Aufbewahrung der Rechnungen.

Pendlerbonus und vom Arbeitgeber rückerstattete Fahrtspesen

Im Sinne einer korrekten Durchführung der steuerlichen Absetzbarkeit weisen wir darauf hin, dass der allfällige Pendlerbonus, also die jährliche Entschädigung für Verspätungen und Ausfälle im regionalen Bahnverkehr, vom Gesamtbetrag der jährlichen Abo-Spesen abzuziehen ist, ebenso wie Fahrtspesen mit dem Südtirol Pass, die gegebenenfalls vom Arbeitgeber rückerstattet worden sind.