Spesen für Abonnements im öffentlichen Nahverkehr

Bar-Zahlungen in Zukunft nicht mehr steuerlich absetzbar

Spesen für Abonnements im öffentlichen Nahverkehr können in Zukunft nur mehr dann steuerlich abgesetzt werden, wenn sie mit einer rückverfolgbaren Zahlungsmodalität beglichen wurden, also mittels Bankomat, online-banking, Kreditkarte, SEPA Direct Debit usw. (gemäß staatl. Haushaltsgesetz vom 27.12.2019 Nr. 160).

Das bedeutet, dass die Ausgaben für den Südtirol Pass, EuregioFamilyPass, Südtirol Pass abo+ und Südtirol Pass 65+ (Aufladungen, Jahrespauschale usw.), die ab dem 01.01.2020 in bar bezahlt werden (z.B. Aufladungen im Bus, bei den Fahrkartenautomaten usw.), künftig nicht mehr von der Einkommenssteuer abgesetzt werden können.

Es liegt in der Verantwortung des Steuerpflichtigen, die Belege der rückverfolgbaren Zahlungen aufzubewahren, die für die Abfassung der Steuererklärung 2021 und im Falle einer Kontrolle von Seiten der Steuerbehörde vorzuweisen sind.

Den Inhabern eines Prepaid-Südtirol Pass (aufladbaren Südtirol Pass) wird deshalb empfohlen, die Zahlungen ab dem heurigen Jahr nicht mehr in bar zu begleichen und die entsprechenden Zahlungsbelege aufzubewahren.
Bequemer ist die Umstellung der Zahlungsmodalität auf SEPA Direct Debit, was über das Benutzerkonto oder direkt bei den ermächtigten Verkaufsstellen jederzeit möglich ist, und die Aufbewahrung der Rechnungen.

Die Auflistung der im Jahr 2019 getätigten Spesen für Abonnements im öffentlichen Nahverkehr ist ab dem 01.03.2020 online abrufbar: www.suedtirolmobil.info

Pendlerbonus und vom Arbeitgeber rückerstattete Fahrtspesen

Hinweis: Im Sinne einer korrekten Durchführung der steuerlichen Absetzbarkeit wird darauf hingewiesen, dass der allfällige „Pendlerbonus“, also die jährliche Entschädigung für Verspätungen und Ausfälle im regionalen Bahnverkehr, vom Gesamtbetrag der jährlichen Abo-Spesen abzuziehen ist, ebenso wie Fahrtspesen mit dem Südtirol Pass, die gegebenenfalls vom Arbeitgeber rückerstattet worden sind.